Geschichte des EBB

Der europäische Bund für Bildung und Wissenschaft (EBB) kann auf eine nunmehr fast 60-jährige Geschichte zurückblicken. Viele europäische Bildungsprojekte wurden in dieser Zeit begleitet und der EBB hat zu vielen europäischen, nationalen und regionalen bildungspolitischen Entscheidungen Stellung bezogen. 

 

1956-1965

13. bis 18. Juli 1956 ca. 60 Lehrer aller Schularten -gründen am Pariser Lycée St. Louis die Association Européenne des Enseignants (AEDE)
20. Juli 1957 “Aufruf an die Erzieher Europas”
22.-23. März 1958 erster Bundeskongress im Kurhaus von Wiesbaden mit ca. 60 Delegierten
28. bis 31. August 1964 dritter internationaler Kongress der AEDE im Liebighaus in Darmstadt mit ca. 170 Teilnehmern aus zwölf Ländern unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Familie und Jugend (Studienrat a.D.) Dr. Bruno Heck und des Hessischen Kultusministers Prof. Dr. Ernst Schütte

1986-1995

April 1988 Europa erfahren“ Interkulturelles Lernen durch Schulpartnerschaften.
Leitung: Christian Alix, Christoph Kodron, Jürgen Kummetat, EBB gemeinsam mit der Europäischer Akademie Hessen
1991 EBB Kongress in Goslar
1993 Europadidaktik
Leitung: Irmgard Demolière:
9. bis 11. Dezember 1994 13. EBB Kongress in Eisenach zum Thema ,,Bürger in Europa - eine Herausforderung an die Bildung" mit ca. 80 Delegierten

Verfassung eines Manifests des EBB/AEDE zur europäischen Bildung

1996-2005

9. bis 12.April 1995 Europäischer Kongreß der AEDE in Paestum,Italien, Teilnahme einer deutschen Delegation von 6 Mitgliedern
8.-10.März 1996 „Lebenslanges Lernen und die Chancen für den europäischen Integrationsprozess“. Kooperationsseminar mit dem Europa-Haus Leipzig
17.-19.Oktober 1997 14.Bundeskongress des EBB/AEDE: „Ohne Bildung kein vereintes Europa im Bildungszentrum am Müggelsee, Berlin
14.-15.Oktober 2000 Teilnahme eines Vertreters des EBB/AEDE beim Umweltforum der EU-Kommission auf der Expo 2000
14. bis 16. Juni 2002 Europäisches Seminar des EBB: „Europa wahrnehmen". 20 TN, Teilnehmer aus F und L. Referenten aus anderen AEDE-Sektionen imCVJM-Bildungsstätte „Bundeshöhe", Wuppertal
28. – 30. November 2003 15. Bundeskongress des EBB: "Bildung - Kultur - Identität: Schulen im
europäischen Raum" Teilnehmer aus D, E, L, NL in Magdeburg

2005-2018

3. Mai 2005 Kompaktseminar der AG „Fitt für Europa“: “Europäisches Selbstverständnis entwickelt sich – Europäische Begegnungen und ihre Förderungen“. Mit Referenten aus Hessen, Bayern und Frankreich in Buseck bei Gießen
1.-3. Dezember 2006 16. Bundeskongress mit 50-Jahr-Feier des EBB-AEDE: „Europa vereinen – 5O Jahre Bildungsarbeit für eine gemeinsame Zukunft – 5O Jahre EBB-AEDE“ in Weilburg/Lahn
2011 Mitarbeit an der von der Maison de l'Europe organisierten Broschüre "Europabildung für Alle" (Projektlaufzeit 2011-2013)
23.-25. November 2012 19. Bundeskongress des EBB "Europa – jetzt erst recht!" im Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM)

Mitgliederversammlung und Wahl eines neuen Vorstandes mit zwei neuen Mitgliedern
25. bis 27. Oktober 2013 Europa an seinen Grenzen? Perspektiven und Krisen - Konsequenzen für die Bildungsarbeit
2014 Der EBB wird Partner im ERASMUS+ Projekt ELICIT-PLUS
Auf dem Weg zu einem europäischen Bildungsraum – Bilanz und Perspektiven.
Seminar in Brüssel
7. bis 9. April 2014 Auf dem Weg zu einem europäischen Bildungsraum – Bilanz und Perspektiven.
Seminar in Brüssel
19.-22. November 2015 20. Bundeskongress des EBB-AEDE e.V. in Düsseldorf mit 70 Teilnehmenden aus 12 Ländern

Der amtierende Vorstand wird für eine weitere Amtszeit von drei Jahren wiedergewählt

2018

Die Mitgliederversammlung des EBB-AEDE e.V. hat am 17. November 2018 mit großer Mehrheit den Antrag auf Auflösung des Verbandes beschlossen.

Der Mitgliederversammlung, an der viele langjährige Mitglieder des Verbandes teilgenommen haben, ist dieser Beschluss im 62. Jahr des Bestehens des EBB nicht leicht gefallen. Aber es gibt im Wesentlichen drei Gründe, die die Versammlung zu diesem Schritt bewogen haben:

1) Die Zahl der Mitglieder des EBB geht seit ca. 20 Jahren zurück und das Durchschnittsalter der verbliebenen Mitglieder steigt kontinuierlich an. Alle Versuche der verschiedenen Vorstände, dies zu ändern, waren leider nicht erfolgreich. Außerdem haben die Angebote des EBB offensichtlich nicht mehr die Attraktivität wie früher. Das zeigt auch die Tatsache, dass das Ortenburger Lehrerseminar zum zweiten Mal mangels Teilnehmer abgesagt werden musste. Darüber hinaus werden die „klassischen“ Angebote des EBB (Beratung von europäischen Projekten, Unterstützung bei Bewerbungen um europäische Schulprojekte, Kommunikation zur Europäischen Bildung) heute von Bundes- oder Landeseinrichtungen sowie von kommerziell orientierten Neugründungen wahr genommen.

2) Der EBB befindet sich in einer zunehmend knappen finanziellen Lage. Leider gibt es keine Aussicht, dass sich dies in nächster Zeit bessern wird und die Sparmaßnahmen sind ausgereizt, so dass jetzt Einschnitte bei den zentralen verpflichtenden Aufgaben erfolgen müssten.

3) Alle vier Vorstandsmitglieder haben sich nach mehrjährigem bzw. langjährigem Engagement individuell und aus persönlichen Gründen entschieden, nicht wieder zu kandidieren. Da keine anderen Kandidatinnen oder Kandidaten gefunden werden konnten ist dieser Schritt notwendig geworden.

Die Mitgliederversammlung war überzeugt, dass Einsatz und Engagement für eine europäische Bildungsarbeit wichtiger denn je sind. Nicht zuletzt angesichts der anstehenden Europawahlen gelte es laut und vernehmlich Position zu beziehen. Der EBB e.V. sei hierfür aber nicht mehr die geeignete Plattform.

Der Liquidationsvorstand

Viele Informationen, Zahlen und Daten stammen aus der Festschrift des EBB/AEDE zum 70. Geburtstag von Professor Dr. Wolfgang W. Mickel (1999) und dem Tätigkeitsbericht (50 Jahre EBB-AEDE, 1956 - 2006).